5 Tipps um eine Traumatisierung erfolgreich zu bewältigen

Wie bereits beschrieben, beeinflussen unsere Erfahrungen das heutige Verhalten und die Emotionen. Dabei holen wir noch gar nicht soweit aus, dass wir darauf eingehen, dass diese traumatische Situation psychologische Beeinträchtigungen auslöst. Was können sie jetzt tun, wenn sie beim Lesen der letzten Beiträge festgestellt haben, dass sie eine solch traumatisierende Situation in ihrer Kindheit erlebt haben und diese als Ursache für heutige Beeinträchtigungen vermuten?

Suchen sie einen Psychotherapeuten oder psychologischen Berater auf

Sollte es sich wirklich um Depression, Angstattacken oder Panikstörung handeln, mit der sich kämpfen, vereinbaren sie bitte umgehen einen Termin bei einem Psychotherapeuten in ihrer Nähe. Ob jemand als Psychotherapeut tätig werden darf, kontrollieren sie in Österreich mit der Psychotherapeutenliste des Bundesministeriums für Gesundheit und in Deutschland mit dem Verzeichnis der Psychotherapeutenkammer. Sollten sie Empfehlungen aus meinem Netzwerk haben wollen, zögern sie nicht mich direkt unter pauline@igumps.com zu kontraktieren.

In der Psychotherapie gilt es sich zwischen der Einzeltherapie und Gruppentherapie zu entscheiden. Dabei ist nicht nur der Kostenfaktor relevant. Während sie in der Einzeltherapie die gesamte Einheit ihren Themen widmen können, bietet die Gruppentherapie Vorteile durch das Lernen von anderen. Wenn die Gruppe geschlossen ist und gut geführt, können sie dort mit Teamwork an ihren Themen arbeiten. 

Sollten sie lediglich an ihrem Verhalten und ihren Emotionen arbeiten wollen, die aus den traumatischen Situationen heute noch resultierten, können sie auch einen psychologischen Berater aufsuchen. Dieser begleitet sie bei der Veränderung in ihrem Leben. Eine entsprechende Auswahl finden sie für Österreich unter der WKO-Seite der Lebensberater und für Deutschland unter theralupa unter der Eingabe "psychologische Beratung". Gerne können sie mich zu dem Thema kontaktieren. Wir verfügen über ein breites Netzwerk qualifizierter Berater, die im Rahmen von JagtheCoach mit uns zusammenarbeiten. 

Schreiben sie ein Tage-/Wochenbuch

Schreiben sie zwischen den Einheiten ihre Emotionen und Gefühle in ein Tagebuch. Wenn sie keine Vorliebe von Listen und Tagebüchern haben, können sie auch ein Wochenbuch führen, in dem sie nur die Highlights der letzten Woche eintragen. Diese Aufzeichnen helfen ihnen und ihrem Therapeuten oder Berater bei der Analyse und Reflexion. Zusätzlich bieten sie die Basis für ihre Arbeit mit dem Experten. Er/Sie kann wertvolle Informationen daraus gewinnen und ihnen beim Termin die richtigen Fragen stellen. 

Wenn sie überhaupt kein Fan von Aufzeichnungen sind, machen sie Fotos. Doch bitte achten sie darauf keine Persönlichkeitsrechte von Personen zu verletzten, die sie fotografieren! 

Entwickeln von neuen Fähigkeiten

Fähigkeiten sich und seine Emotionen auszudrücken, sowie Fähigkeiten mit Stress und Trauma besser umgehen zu können, sind wertvolle Ressourcen in der Veränderungsarbeit. Psychoeduktation kommt aus dem Englischen und bedeutet, sich im Bereich Psychologie weiterzubilden, um das Wissen in der eigenen Bewältigung von Herausforderungen anwenden zu können. Diese neuen Fähigkeiten erhöhen auch ihre Widerstandsfähigkeit bei zukünftigen Herausforderungen. 

In der primären und sekundären Prävention wird Psychoedukation sehr wirkungsvoll angewandt, um die Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Burnout zu erhöhen. Sollte sie daran interessiert sein, JagtheCoach bietet hochwertige iCBT Programme nach US-Standard im Bereich der Primärprävention an.

Kurzzeit-Medikation in Betracht ziehen

Bei psychischen Erkrankungen wie Panikattacken, Depression, Angststörung oder Burnout, suchen sie bitte einen Facharzt der Psychiatrie auf. Sprechen sie mit ihm ihre Bedenken und Symptome durch und wägen sie gemeinsam mit dem Facharzt die kurzzeitige Einnahme von Medikamenten ab. 

Hier geht es nicht darum, dass sie Medikamente nehmen weil sie krank sind, sondern weil sie einen gewissen körperlichen und psychischen Zustand erreichen müssen, um in der Psychotherapie an ihren Themen zu arbeiten. 

Coaching durch einen psychologischen Berater

Auch wenn sie mit einem Psychotherapeuten zusammen an ihrem Trauma arbeiten, kann es notwendig werden, einen neutralen Experten einzubeziehen, der mit ihnen an alltäglichen Dingen arbeitet. Oft ist es notwendig die Lebensumstände zu ändern, um in einer Therapie weiter voranzukommen, oder bei kleinen Dingen, die nicht ihr Trauma betreffen. Sich also von einem psychologischen Berater begleiten zu lassen, während einer Psychotherapie kann ihren Veränderungsprozess beschleunigen und ihnen mehr Sicherheit verschaffen.