Viele Studien (Titov et al., 2010; Hirsch et al., 2017; Imamura et al., 2014, Knowles et al., 2014), Whiteside et al., 2014) haben bereits die Effektivität von internet-basierenden Programmen, im Bereich der mentalen Gesundheit, belegt. Dabei wurde auch die Effektivität von Online-Programmen im Vergleich zu persönlichem Coaching untersucht (Barak et al., 2007). Das Ergebnis war eindeutig. Online-Programme, die sich den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie bedienen, zeigten die höchste Erfolgsquote (Gale et al., 2014).

Noch vor mehr als zehn Jahren wurde dem webbasierten Coaching vorgeworfen, dass im Vergleich zum persönlichen Setting, die therapeutische Verbindung, der ethische Anspruch, sowie die technologische Stabilität fehlt, um als adäquater Ersatz anerkannt zu werden (Barak, et al., 2007). Mit JagtheCoach konnten diese Vorwürfe ausgeräumt werden und es wurde eine stabile, web- und mobil-basierte Lösung geschaffen, die den höchsten ethischen Ansprüchen (APA, Ethics Codex) gerecht wird und alle notwendigen Effekte aus einer persönlichen, therapeutischen Beziehung bietet.

Damit stehen anspruchsvolle, evidenzbasierte Interventionen in einer qualitativen Stetigkeit zur Verfügung, die von den Nutzern erlernt, geübt und in der Praxis angewandt werden können. JagtheCoach macht hochwertige Coaching-Psychologie für alle Menschen leistbar und zugänglich. Den Nutzern wird ermöglicht, ihren Zustand durch den Zufluss von Informationen, psychologisches Training und maßgeschnittene evidenzbasierte Prinzipien der kognitiven Verhaltenslehre, eigenständig zu verändern. Bedeutende Bestandteile des JagtheCoach-Konzeptes sind (1) Selbstkontrolle, (2) kognitive Restrukturierung, (3) Selbstbehauptung, (4) Problemlösung und (5) Erholung.

Die Programme von JagtheCoach wurden mit aussagekräftigen Studien getestet und bestätigen die hohe Effektivität im Vergleich zu herkömmlichen, persönlichen Coachings. Das Konfliktkompetenz-Training kann dazu beitragen, die Konflikte in Unternehmen und dem persönlichen Umfeld des Coachees, bis zu 50 Prozent zu reduzieren.

Die Vor- und Nachtestung unserer Coachees im laufenden Programm fließt in die Langzeitstudie ein, die auf lange Sicht die Basis und Grundlage für die Senkung von Konflikten bieten soll, um die mentale Gesundheit jedes Einzelnen zu verbessern.

Referenzen

Barak, H., Hen, L., & Boniel-Nissim, M. (2007). A comprehensive review and a meta-analysis of the effectiveness of internet-based psychotherapeutic interventions. Journal of Technology in Human Services, 26(2/4), 2008, 109-160.

Gale, M.L., Gratch, J., King, A., & Morency LP. (2014). It’s only a computer: Virtual humans increase willingness to disclose. Computers in Human Behavior, 37, 94-100.

Hirsch, A., Luellen, J., Holder, J. M., Steinberg, G., Dubiel, T., Blazejowskyj, A., & Schladweiler, K. (2017). Managing Depressive Symptoms in the Workplace Using a Web-Based Self-Care Tool: A Pilot Randomized Controlled Trial. JMIR Research Protocols, 6(4), e51. http://doi.org/10.2196/resprot.7203

Imamura, K., Kawakami, N., Furukawa, T. A., Matsuyama, Y., Shimazu, A., Umanodan, R., … Kasai, K. (2014). Effects of an Internet-Based Cognitive Behavioral Therapy (iCBT) Program in Manga Format on Improving Subthreshold Depressive Symptoms among Healthy Workers: A Randomized Controlled Trial. PLoS ONE, 9(5), e97167. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0097167

Knowles, S. E., Toms, G., Sanders, C., Bee, P., Lovell, K., Rennick-Egglestone, S., … Bower, P. (2014). Qualitative Meta-Synthesis of User Experience of Computerised Therapy for Depression and Anxiety. PLoS ONE, 9(1), e84323. http://doi.org/10.1371/journal.pone.0084323

Titov, N., Andrews, G., & Sachdev, P. (2010). Computer-delivered cognitive behavioural therapy: effective and getting ready for dissemination. F1000 Medicine Reports, 2, 49. http://doi.org/10.3410/M2-49

Whiteside, U., Richards, J., Steinfeld, B., Simon, G., Caka, S., Tachibana, C., … Ludman, E. (2014). Online Cognitive Behavioral Therapy for Depressed Primary Care Patients: A Pilot Feasibility Project. The Permanente Journal, 18(2), 21–27. http://doi.org/10.7812/TPP/13-155