Workaholismus

Die WHO definiert Gesundheit als einen Status des körperlichen, mentalen und sozialen Wohlbefindens, und nicht lediglich die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen. Sie fordert mit dieser Definition gleichzeitig ein, dieser Status steht jedem Menschen zu, unabhängig von Rasse, Religion, politischer Überzeugung, Wirtschaft oder sozialen Voraussetzungen.

In dieser Aussage wird das mentale Wohlbefinden synonymisch zur mentalen Gesundheit verwendet. Eine andere mögliche Definition für mentale Gesundheit wäre die Abgrenzung von mentaler Krankheit. Diese lässt sich oft einfacher definieren. Manderscheid (2010) definiert mentale Krankheit zum Beispiel als Zustand in dem die Emotionen, das Verhalten und die Wahrnehmung durch die Gegebenheiten negativ beeinflusst werden. Sowohl mentale Gesundheit, also auch mental Krankheit kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, zum Beispiel soziale Unterstützung, Einkommen, Bildungsgrad, sozialer Ausschluss, fehlende Ressourcen, Erfahrungen, Stress und das berufliche Leben (Primm et al., 2010).

In meinem Fall war es nicht unbedingt die fehlende Freude an der Arbeit, sondern vielmehr der innere und finanzielle Druck. Noch dazu wird mir bei täglicher Routine schnell langweilig und meine Leistung bei dieser Tätigkeit nimmt zunehmen ab. Damit kam zum bereits eigenen Druck dann oft auch noch der äußere Druck des Dienstgebers hinzu. An regelmäßige Treffen mit Freunden und reichlich Freizeit kann ich mich in der Phase des Lebens nicht erinnern. Es scheint als wäre ich mit einem ICE durch einige Jahre meines Lebens gefahren. Die einzigen Erinnerungen, die geblieben sind, sind Inhalte von Besprechungen, Projekten und Dokumentationen. Ich weiß, dass es nicht nur mir so ging. Es sind viele da draußen, die aktuell in einer solchen Phase ihres Lebens sind oder vielleicht vor einiger Zeit noch waren.

Bereits im Jahre 2014 habe ich einen dreiseitigen Artikel über das Thema Workaholismus verfasst. Noch heute staune ich, wenn ich mir die weltweiten Zugriffszahlen der letzten Jahre auf dieses Werk ansehe. Dieses bestätigt wieder, dass Workaholismus oder auch Arbeitssucht genannt, keine kulturellen oder politischen Grenzen kennt. Handelt es sich dabei nun um persönliches Gesundheitsproblem oder um ein unvermeidbares Ergebnis des zunehmenden Wettbewerbsdruckes?

Im Artikel haben ich mich auf den untersuchten Fall von Nistor (2013, pp 296-297) bezogen. Ein Fall, der die Geschichte der jungen Wirtschaftsprüferin, Raluca S., beschreibt. Sie studierte Kunst und danach Wirtschaft, um nicht nur ihren eigenen Wünschen, sondern auch jenem der Familie nachzukommen. Nach ihrem Wirtschaftsstudium begann sie ihre Karriere bei einem der Big5 Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Im Jahr 2004 kämpfte das Unternehmen mit einer hohen Fluktuation und Raluca wurde befördert, um die leeren Stühle in der Führungsebene zu besetzten. Zu dem Zeitpunkt hatte sie kaum Erfahrung in ihrem Beruf.

Sie begann also die fehlende Erfahrung mit Überstunden zu kompensieren, bis sie schließlich zwei Jahre später leitende Wirtschaftsprüferin wurde. Den Kontakt zu ihren Freunden hatte sie schon seit einiger Zeit verloren. Einerseits aufgrund ihrer mangelnden Freizeit und anderseits, um den Vorwürfen über ihre vielen Überstunden zu entgehen. Obwohl sie zunehmend schwächer wurde und ihre Leistungsfähigkeit abnahm, verschob sie ihre Gesundheitsuntersuchung immer wieder, bis sie eines Tages im Büro das Bewusstsein verlor. Kollegen brachten sie daraufhin in eine Privatklinik in der sie ambulant stabilisiert wurde. Während den nächsten Tage war sie telefonisch nicht erreichbar. Als ihre Kollegen sie zuhause aufsuchten, um nach dem Rechten zu sehen, fanden sie sie tot auf. Der Pathologe fand heraus, dass Ralucas Herz einfach aufgehört hatte zu schlagen. Der Grund dafür war chronische Erschöpfung.

Pimms et al. (2010) Faktoren hat auch Nistor in seinem Fallbeispiel angewandt. Als persönliche Faktoren für Ralucas Krankheit führt er ihre unglückliche Kindheit an, einen Mangel von Affektivität, die Dysfunktionalität ihrer Familie, den Wunsch sich zu beweisen, die schnelle Beförderung trotz mangelnder Erfahrung, einen Mangel von Führungskontrolle gegenüber ihren Mitarbeitern und eine wenig ausgeprägte Fähigkeit zu delegieren.

Der Wunsch sich beweisen zu wollen ist bei vielen Workaholics mit im Spiel. Andreassen (2012) argumentiert in seinem Artikel, dass Workaholismus Verhaltensmuster ist, dem narzisstische Charaktereigenschaften zugrunde liegen. Narzissmus gilt als einer der größten inneren Antreiber, wenn es darum geht gesellschaftliches und berufliches Ansehen zu gewinnen.

Die Frage die jetzt bleibt ist, wie sie herausfinden, ob sie bereits mit dieser legalen Sucht zu kämpfen habt bzw. chronischer Stress auf ihre Gesundheit einwirkt. Dazu möchte ich ihnen zwei Bestandaufnahmen ermöglichen, die einer meiner ehemaligen Professoren entwickelt hat (Boyatzis, 2012).

Ich habe ihnen die Aufgabe als PDF aufbereitet. Sie können es hier downloaden. Nehmen sie sich ein wenig Zeit und analysiert sie für sich, ob ihnen chronischer Stress schon gefährlich wird, oder ob der Workaholic in ihnen bestätigt wird, dass sein Handeln und Tun schon "okay" ist.

Sie wollen etwas an ihrem Stresslevel ändern bzw. ihre Mitarbeiter in Fähigkeiten schulen, damit sie Stress und Burnout standhalten? Wir bieten ihnen zwei Möglichkeiten dafür.

Kurzworkshops zu 8 Stunden

oder

Fernlehre-Programme zu 24 Stunden

 

Fernlehre - Programme

Der Hauptvorteil von Fernlehre besteht nicht nur auf dem universitären Sektor, sondern auch in der psychosozialen Fortbildung darin, dass sie das Lernen an ihr Arbeits- und Privatleben anpassen können. 

Sie können dabei ihr eignes Tempo festlegen und sich die Zeit nehmen, die sie brauchen. Es ist ihre Entscheidung, wann und wo sie sie Lerninhalte abarbeiten und die Übungen durchführen. Dabei ist "Distance Learning" effizienter und effektiver als das Besuchen von Vorlesungen, Seminaren und Workshops. 

Die fehlenden Diskussionen von Live-Workshops werden in den Fernlehre-Programmen von JagtheCoach® durch moderierte Gruppendiskussionen in der Lernplattform ersetzt. 

Stressprävention 4.0 Schwerpunkt Konfliktkompetenz

Sie denken, dass Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen keine Stressprävention mit Fokus auf Konfliktkompetenz benötigen, weil sie keine Konflikte haben? Fundierte wissenschaftliche Umfragen widerlegen diese Ansicht. Aktuell hat jeder von Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mehr als drei Konflikte und 80 Prozent der Belegschaft wissen nicht, wie sie einen Konflikt bewältigen können. Dieses führt zur faulen Kompromissen oder chronischen Konflikten, die die Resilienz Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nachhaltig schwächt.

Mit dem Programm „JagtheCoach® – Konfliktkompetenz 4.0“ bieten wir Ihnen, Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in einer langfristigen und nachhaltigen Form, das Erlernen von Konfliktkompetenz und nachhaltiger Verhaltensänderung in Konfliktsituationen. Die Inhalte des Programmes werden in einem ausgewogenen Mix von Gruppenarbeit im virtuellen Klassenzimmer, Einzelarbeit und begleiteter Einzelarbeit erarbeitet. Dieses Programm steht für die Ausnahme der Regel, dass gute Qualität teuer sein muss. JagtheCoach® steht wie alle Produkte der iGumps F&E, für die Zurverfügungstellung von wissenschaftlich fundierten, hochwertigen und leistbaren Produkten, um den Zugang zu mentaler Gesundheit für jeden zu ermöglichen. Stressprävention 4.0 ist ein primäres Burnout-Präventionsprogramm und für Jedermann geeignet, auch ohne Stresssymptomatik.

Ziele des Programmes

- Grundlagen und Theorie zum Thema Konflikte verstehen
- Methoden und Instrumente anhand von Fallbeispielen anwenden können
- Kompetenz und Fähigkeit verbessern eigene Konflikte zu lösen und damit die eigene mentale    Gesundheit zu verbessern und Stress bzw. Burnout vorzubeugen 

Curriculum

Woche 1 Konflikte & Stress (120 Minuten)
Woche 2 Vermeidung & Kognitive Einstellung (120 Minuten)
Woche 3 ABC Modell & Neurologie (120 Minuten)
Woche 4 Verzerrung & Metaphern (120 Minuten)
Woche 5 Konflikt-Linsen-Modell & Filter (120 Minuten)
Woche 6 Macht (120 Minuten)
Woche 7 Konfliktstile (120 Minuten)
Woche 8 Emotionen in Konflikten (120 Minuten)
Woche 9 Konfliktanalyse (120 Minuten)
Woche 10 Zwischenmenschliches Verhandeln (120 Minuten)
Woche 11 Integrierendes Verhandeln (120 Minuten)
Woche 12 Die 7 Grundsätze (120 Minuten)
In den Wochen findet ein VideoChat mit dem Berater statt.

Die Kosten pro Teilnehmer betragen 999,- Euro zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer. Beinhaltet im Preis sind Lernmaterialien zum Downloaden, Zugang zur Lernplattform und fünf audiovisuelle Einzelberatungen (Skype) mit einem unser psychologischen Berater. 

Die nächstmöglichen Termine für Stressprävention 4.0 Schwerpunkt Konfliktkompetenz sind:

Donnerstag, 6. Juli - 28. September 2018
Donnerstag, 7. September - 30. November 2018

 

 

Kurz-Workshops

Stressreduktion (CBT)

Stress, schlechte Laune und Angst erleben viele Menschen in ganz unterschiedlichen Phasen ihres Lebens. Manchmal kann das Leben einfach stressig sein. Dann fühlen wir uns kraftlos und würden uns gerne den ganzen Sonntag im Bett verkriechen. Doch am Montag müssen wir wieder ran. Niemand fragt uns, wie lange wir das hohe Arbeitspensum noch ertragen, doch wir müssen. Egal ob aus Karrieregründen, inneren Antreibern oder finanziellen Gründen. 

Wie kann ich mich jetzt gegen die negativen Einflüsse von Stress schützen? Dazu bietet die iGumps F&E einen achtstündige Kurz-Workshops an, in denen sie praktische Hilfsmittel zur Verbesserung ihrer Fähigkeiten erlernen. Diese Kurz-Workshops sind transdiagnostisch aufgebaut und vermitteln zusätzlich zu neuro-wissenschaftlichem Wissen auch kognitive Fähigkeiten, die zur Stressbewältigung eingesetzt werden können.

Die Teilnehmer lernen praktische Werkzeuge, um ihre Muster des Fühlens, Denkens und Verhaltens zu erkennen, zu verstehen und zu verändern. Sie lernen, sich ihre Entscheidungen und Automatismen bewusst zu machen und Stressfaktoren identifizieren. Der Inhalt ist evidenzbasiert und von internationalen Wissenschaftlern entwickelt. 

Die nächsten Termine für den "Stressreduktion" Kurz-Workshop sind:

Donnerstag, 21. Juni 2018 9:30 - 18:30 (30 Minuten Mittagspause)
Donnerstag, 19. Juli 2018 9:30 - 18:30 (30 Minuten Mittagspause)

Konfliktbewältigung (CBT)

Missverständnisse bei der Adaptierung von Unternehmenskultur und -normen im Zusammenspiel mit dem einstellungsbezogenen Verhalten von Auftraggebern, Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern führen in den meisten Fällen zu zwischenmenschlichen Konflikten. Bürointrigen, Gerüchte und Vetternwirtschaft sind hier die aggressivsten Stressoren. Konflikte, Missverständnisse und Unstimmigkeiten mit Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern werden meist nicht ernst genommen und weggeschoben.

Doch „ein Konflikt ist bereits vorhanden, sobald eine Person die entstehende Frustration in sich oder in ihrem Gegenüber wahrnimmt“. Um die Wahrheit zu sagen: Die Fälle von Gewalt am Arbeitsplatz, persönlicher Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz werden weltweit mehr. Manchmal sind es Rasse, Alter, sexuelle Orientierung oder körperliche Behinderung, die zu Konflikten führen. Doch viel häufiger als durch körperliche oder sexuelle Unterschiede, entstehen in unserer Kultur Konflikte bereits durch unterschiedliche Ansichten und Einstellungen, sowie eine unterschiedliche Auffassung von Moral. 

Der achtstündige Workshop vermittelt zu neuro-wissenschaftlichem Wissen, kognitive Fähigkeiten in der Konfliktlösung und Strategien ihr eigenes Konfliktverhalten zu ändern. Ändern sie ihr Verhalten, so ändern sie auch das Ergebnis, egal ob bei Konflikten mit Arbeitskollegen, Kunden oder ihrer Familie.

Die nächsten Termine für den "Konfliktbewältigung" Kurz-Workshop sind:

Donnerstag, 05. Juli 2018 9:30 - 18:30 (30 Minuten Mittagspause)
Donnerstag, 04. Oktober 2018 9:30 - 18:30 (30 Minuten Mittagspause) 

Die Kosten pro Teilnehmer betragen 200,- Euro zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer. Beinhaltet im Preis sind zwei Kaffeepausen (Nespresso - Kaffee® mit Snack) und Lernmaterialien. Die Workshops finden in den Räumen der iGumps F&E in Wien statt (Nähe Schönbrunn).